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Die 10 bedeutendsten Klöster in Griechenland

Griechenland ist das Land mit der höchsten Dichte an bedeutenden orthodox-christlichen Klöstern außerhalb des Athos. Von den Sandsteintürmen Metaoras bis zur Insel des Johannesapokalypse sind die griechischen Klöster in Landschaften von außergewöhnlicher Dramatik eingebettet. Fünf separate griechische Klosterstätten tragen das UNESCO-Welterbezeichen — mehr als jedes andere Land der orthodoxen Welt. Diese Auswahl schließt den Heiligen Berg Athos als eigenständige Einheit aus und konzentriert sich auf das festländische Griechenland und die Inseln.

1. Großes Meteoron, Thessalien

Das Große Meteoron (Metamorfosis) ist das älteste und größte der sechs noch aktiven Klöster auf den Sandsteinsäulen der Meteora. Es wurde in der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts gegründet und enthält eine der umfangreichsten byzantinischen Museumssammlungen Griechenlands außerhalb von Athen — Manuskripte, Ikonenwände, lithurgische Gewänder. Das Kloster ist ganzjährig geöffnet (täglich außer Dienstag; Öffnungszeiten variieren saisonal). Kleiderordnung streng: bedeckte Schultern und Knie, Röcke für Frauen. Der Blick auf die benachbarten Felsklöster und das Thessalische Tiefland ist unvergleichlich.

2. Varlaam, Thessalien

Varlaam, 1518 auf einem Sandsteingipfel erbaut, besitzt einen der schönsten Kircheninnenräume der Meteora: Fresken aus dem sechzehnten Jahrhundert in besonders gutem Erhaltungszustand, besonders die imposante Darstellung der Apokalypse im Narthex. Das Kloster ist heute von einer kleinen Gemeinschaft bewohnt. Eintritt kostenpflichtig; bedeckende Kleidung erforderlich.

3. Roussanou, Thessalien

Roussanou ist das einzige der sechs Meteora-Klöster, das von Nonnen (Schwesterngemeinschaft) bewohnt wird. Die Kirche aus dem sechzehnten Jahrhundert enthält Wandmalereien, die den Märtyrertod der frühchristlichen Heiligen in einer für die Epoche typisch eindringlichen Weise darstellen. Das Kloster liegt tiefer als die anderen Meteora-Häuser und ist über eine einfach begehbare Brücke zugänglich.

4. Heiliger Stephanus, Thessalien

Der Heilige Stephanus (Agios Stefanos) ist das einzige Kloster der Meteora, das direkt von der Straße erreichbar ist — ohne Treppenabstieg oder Brücke. Es wird heute von Nonnen bewohnt und enthält ein gut organisiertes Museum mit liturgischen Gegenständen, illuminierten Handschriften und Ikonen. Zugänglich für Besucher in angemessener Kleidung (Röcke für Frauen vor Ort erhältlich).

5. Heilige Dreifaltigkeit, Thessalien

Das Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit (Agia Triada) ist das markanteste aller Meteora-Klöster — ein einzelner Sandsteinturm, durch eine 140-stufige Treppe, die in den Fels gehauen wurde, zugänglich. Es ist in dem James-Bond-Film „In tödlicher Mission" (1981) zu sehen, was seinen touristischen Ruf erheblich steigerte. Die kleine aktive Gemeinschaft lebt in einem deutlichen Kontrast zur kommerziellen Aufmerksamkeit des Orts.

6. Heiliger Nikolaos Anapafsas, Thessalien

Das Kloster des Heiligen Nikolaos Anapafsas liegt am niedrigsten der Meteora-Felsen und ist für seine Fresken des kretischen Malers Theophanes Strelitzas (1527) bekannt — einem der bedeutendsten Maler des sechzehnten Jahrhunderts, der auch auf Athos und in Kastoria arbeitete. Die Darstellungen der Heiligen sind von besonderer ikonographischer Dichte.

7. Johannes Theologos, Patmos

Das Kloster des Johannes Theologos steht auf dem Gipfel der Insel Patmos, wo Johannes von Patmos seine Apokalypse schrieb. Das Kloster, gegründet 1088 von Christodoulos auf Anordnung des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komnenos, ist Teil eines UNESCO-Welterbe-Komplexes (1999) mit der heiligen Höhle der Apokalypse darunter. Die Bibliothek des Klosters enthält über 900 Manuskripte und 2000 Dokumente — eine der bedeutendsten byzantinischen Sammlungen außerhalb Athos. Das Kloster ist täglich geöffnet; Eintritt in die Schatzkammer kostenpflichtig.

8. Hosios Loukas, Böotien

Hosios Loukas (Seliger Lukas von Steiris) ist ein byzantinisches Klosterensemble aus dem zehnten und elften Jahrhundert am Westhang des Helikon, und seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe. Die zwei Kirchen — die Kathisma-Kirche des Heiligen Lukas und die Panagia-Kirche — bilden einen der bedeutendsten Mosaikkomplexe der byzantinischen Welt. Die Mosaiken aus dem elften Jahrhundert in der Krypta und der Hauptkirche sind in ihrer Qualität mit den berühmtesten byzantinischen Beispielen vergleichbar. Hosios Loukas liegt 160 Kilometer nordwestlich von Athen.

9. Nea Moni, Chios

Die Nea Moni (Neues Kloster) auf der Insel Chios wurde 1042 unter Kaiser Konstantin IX. Monomachos gegründet und enthält Mosaiken, die zu den bedeutendsten byzantinischen Kunstwerken des elften Jahrhunderts zählen. Seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kloster erlitt 1822 beim Massaker von Chios (osmanische Vergeltung für den Aufstand) schwere Schäden; die Mosaiken der Hauptkirche haben jedoch überlebt. Das Kloster wird heute von einigen wenigen Nonnen bewohnt.

10. Daphni, Attika

Das Kloster Daphni, auf halbem Weg zwischen Athen und Eleusis an der Heiligen Straße gelegen, enthält die bedeutendsten byzantinischen Mosaiken Griechenlands auf dem Festland. Der gewaltige Christus Pantokrator in der Hauptkuppel — aus dem Jahr 1100 — gehört zu den eindrucksvollsten Einzeldarstellungen der byzantinischen Kunst. Seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kloster war nach Erdbebenschäden jahrelang für Restaurierungsarbeiten geschlossen; aktueller Zustand vor dem Besuch überprüfen.

Die Meteora: Geschichte und Zugänglichkeit

Die Meteora — auf Griechisch „in der Luft schwebend" — ist ein geologisches Phänomen aus dem Miozän: Sandsteinsäulen, die durch Erosion aus einem alten Seeboden herauspräpariert wurden und heute bis zu 400 Meter aus der Ebene ragen. Die ersten Einsiedler besiedelten diese Türme im zehnten und elften Jahrhundert; die ersten Klöster entstanden im vierzehnten Jahrhundert. In ihrer Blütezeit gab es über zwanzig Klöster auf den Felsen; heute sind noch sechs aktiv. Die Klöster sind über gute Straßen erreichbar; für die meisten ist ein kurzer Treppenabstieg erforderlich. Öffnungszeiten variieren stark nach Jahreszeit (Oktober–April sind die Zeiten deutlich kürzer), und jeweils ein bis zwei Klöster sind montags oder dienstags geschlossen. Der frühe Morgen — vor 9 Uhr — ist die ruhigste Zeit, besonders in den Sommermonaten, wenn die Haupttouristenwelle erst danach eintrifft.

Kleiderordnung und Praktisches

In allen sechs aktiven Meteora-Klöstern gilt strikte Kleiderordnung: Männer müssen lange Hosen tragen; kurze Röcke sind für Frauen nicht erlaubt. Die meisten Klöster haben Umhängeröcke am Eingang; es ist jedoch angenehmer, vorbereitet zu kommen. In orthodoxen Kirchen Griechenlands ist das Kopftuch für Frauen inzwischen seltener obligatorisch als auf Athos, aber besonders in Nonnenklöstern wird es geschätzt. Blitz-Fotografieren ist in allen Kirchen verboten; in einigen ist Fotografieren überhaupt nicht erlaubt. Die Eintrittspreise (etwa drei bis vier Euro pro Kloster) werden direkt in Unterhalt und Gemeinschaftsleben investiert.

Wohin zuerst?

Alle sechs Meteora-Klöster sind auf einem Tagesausflug von Kalambaka besuchbar, wobei Treppensteigen und Kleidervorschriften zu beachten sind. Patmos erfordert eine Fähre oder Flugverbindung; Hosios Loukas und Daphni sind Tagesausflüge von Athen. Für Athos gelten gesonderte Einreisebedingungen (Diamonitirion). Die Karte zeigt alle griechischen Klöster nach Region.